Auf Einladung der Society of Simulation Technology e.V. hat Bernd-Ulrich Hapke am 08.07.2014 eine Gastvorlesung mit dem Titel „Virtuelle Produktentwicklung mittels CAE“ an der Universität Stuttgart gehalten. Die Veranstaltung stieß bei den Studenten der Simulation Technology auf großen Zuspruch.
Zu Beginn stellte Herr Hapke kurz die Tecosim GmbH kurz vor, einen großen Dienstleister für Simulationen. Neben der Rolle des Unternehmens als Engineering Specialist im Simulationsbereich ging es auch um verschiedene Möglichkeiten für Studenten bei Tecosim zu arbeiten.

Im Anschluß gab Herr Hapke einen Überblick über Forschungsprojekte von Tecosim. Dabei wurde vor allem die Vielfalt der Tätigkeiten deutlich. Neben „einfachen“ Optimierungsaufgaben, die Materialkosten einsparen und die Handhabung verbessern, engagiert sich das Unternehmen auch in deutlich komplexeren Forschungsprojekten, wie z.B. der Entwicklung eines Splitterschutzes für Segelflugzeugturbinen, wobei Materialmodelle besonders im Fokus stehen, oder der Optimierung eines mechanischen Resonators für Gabelstapler, wo Strukturakustik eine wichtige Rolle spielt, sowie die Simulation und Visualisierung für Achterbahnen.
Auch ein typisches Studentenprojekt wurde vorgestellt: die Optimierung einer Dosenform für gegebene Lasten und begrenzte Masse wurde automatisiert. Der dafür entwickelte Algorithmus konnte später auf Anwendungen bei der Auslegung der Innenverschalung von Automobilen angewendet werden.
Ein besonderes Highlight des Vortrags war die Vorstellung des Projekts zum Design und Bau der olympischen Fackel für die Sommerspiele 2012 in London durch Tecosim.
Besonders spannend waren hier das vorgegebene Design und die hohen Anforderungen an die Umweltbedingungen, damit die Flamme nicht erlöschen kann.

Der Vortrag zeichnete sich durch eine lebhafte Interaktion zwischen den Studenten und Herrn Hapke aus, bei der viele interessante Fragen zum Unternehmen und insbesondere zu den vorgestellten Projekten diskutiert wurden.
Durch den Vortrag konnte ein großer Überblick gegeben werden, in welchen Bereichen Simulationen zur Anwendung kommen. Die zusätzliche Präsentation eines potentiellen Arbeitgebers machte die Gastvorlesung zu einem gelungenen Event, für dessen Ermöglichung sich die Society of Simulation Technology e.V. noch einmal herzlich bei Bernd Hapke bedanken möchte.